LAND

( Wappen und Flagge der Dominikanischen Republik )

Die Dominikanische Republik nimmt 2/3 der Insel Hispaniola ein, welche sie sich mit dem Staat Haiti teilt.

Die offizielle Landessprache ist Spanisch. In den großen Hotels kommt man oft auch mit wenig bis gutem Deutsch weiter und Englisch wird hier auch meist verstanden und gesprochen. Außerhalb der Hotelanlagen kommt man aber nur mit spanisch weiter (mit viel Glück auch mit ein wenig englisch – aber darauf sollte man sich nicht verlassen).


Einreise & Zoll

Zur Einreise braucht man einen mindestens noch sechs Monate lang gültigen Reisepass (der Personalausweis reicht nicht) und eine Touristenkarte für US$ 10.-.

Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument. (Quelle: Auswärtiges Amt)

Wer länger als 30 Tage im Lande bleiben will, kann sich sein Touristenvisum gegen eine Gebühr bei der Einreisebehörde in Santo Domingo problemlos verlängern lassen.

Wird das Touristenvisum nicht Verlängert, ist bei der Ausreise am Flughafen ab einem Aufenthalt von mehr als 30 Tagen eine Geldbuße zu zahlen.

Die Höhe der Geldbuße ist von der Dauer der Überziehung des zulässigen Aufenthalts abhängig. Hier als PDF eine Liste der zu erwartenden Strafgebühren bei Überziehung. Das ist die bisher gültige Fassung vom 28.01.2015.

Für Elektrogeräte wie Fernseher, Computer etc. muss manchmal eine Kaution hinterlegt werden.

Vom Ein-/Ausführen oder auch An-/Verkauf von Drogen kann nur schärfstens abgeraten werden. Die Strafen sind drakonisch und die Verhältnisse in Justiz und Gefängnissen entsetzlich.

Die Einfuhr von Obst, Pflanzen und Wurstwaren sind verboten. Tier- und Pflanzenseuchen haben der Landwirtschaft des Landes schon großen Schaden zugefügt.

Weitere wichtige Informationen zur Einreise ( Touristenkarte, Aufenthaltsdauer etc. ) findet man immer aktuell auf den Seiten des  Auswärtigen Amts.

Hilfe zum Ausfüllen der Touristenkarte und der Zollerklärung gibt es hier.


ZEITZONE

In der dominikanischen Republik gehen die Uhren etwas anders.

Im Vergleich zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) beträgt die Uhrzeit im Sommer -6 und im Winter -5 Stunden.

Aktuelle Uhrzeit / Dominikanische Republik

© Zeitzonenrechner


GELD

Die Landeswährung ist der dominikanische Peso (DOP).

Er wird unterteilt in 100 Centavos und das Zeichen für den Peso sind RD$, dom$ oder einfach nur $.

   (Beispiele von verschiedenen Peso-Scheinen und -Münzen)

Es gibt Münzen zu 1, 5, 10, 25 Peso und Scheine zu 10, 20, 50, 100, 200, 500, 1000, 2000 Peso. 

Achtung: Preisauszeichnungen werden oft mit dem Dollarzeichen $ versehen – $50 meint dann z.B. der Artikel kostet 50 dominikanische Peso.

Das Wechseln von Fremdwährung (Euro, Dollar, etc.) in den Peso ist nur in Banken oder autorisierten Wechselstuben erlaubt. Vorsicht vor Tausch auf der Strasse: das ist erstens verboten und zweitens wird man dabei gerne „übers Ohr gehauen“.

Mit der Kreditkarte oder einer EC-Karte (vorher schlau machen!) kann man auch Bargeld am Automaten abheben.

Bei der EC-Karte am besten vorher die Hausbank fragen ob diese auch in der Dominikanischen Republik funktioniert!

Außer mit dem Peso kann man auch bei den meisten Gelegenheiten mit dem US-Dollar bezahlen – aber Vorsicht: Wechselgeld gibt es nur in Peso zurück und man wird hier gerne übervorteilt, da man mit dem ganzen hin- und hergewechsel sehr schnell durcheinander kommt.

Info: Da es in kleineren Läden oft an Münzgeld mangelt gibt es „Wechselgeld“ oft auch in Form von Bonbons oder Kaugummi.

Aktueller Wechselurs: Währungsrechner


STROM

 Die Stromspannung in der dominikanischen Republik beträgt 110Volt bei 60Hz, die Steckdosen haben das US-Amerikanische Format.

In den meisten Hotels gibt es mittlerweile immer mehr Steckdosen in die sowohl der amerikanische als auch der europäische Stecker hinein passen.

   

( Diese oder ähnliche Steckdosen findet man mittlerweile in vielen Hotels – in sie passen auch die deutschen Stecker ohne Adapter )

Es kann allerdings nicht schaden entweder vor Reiseantritt einen Steckeradapter in den Koffer zu packen oder sich vor Ort entweder im Hotelshop oder in einem kleinen Supermarkt im nächsten Dorf sich einen solchen für kleines Geld zu beschaffen.

  Elektrische Geräte welche 220V benötigen funktionieren wenn überhaupt nur sehr eingeschränkt ( Haartrockner, Ladegeräte ). Neue Gerätegenerationen wie Handy-/Smartfonladegeräte, Akkulader, Reisehaartrockner, Notebooknetzteile usw. haben heutzutage einen Weitbereichseingang mit 110V/220V – 50Hz/60Hz und funktionieren tadellos.

Die Angaben zur Spannungsversorgung findet man auf dem jeweiligen Gerät.

Tipp: Zur Verwendung mehrerer Netzteile / Ladegeräte einfach eine Mehrfachsteckdose in den Koffer packen.


 
 KLEIDUNG

Was die Kleiderordnung angeht, sind die Dominikaner eher konservativ.

In Kirchen und staatlichen Büros wie Präsidenten- und Justizpalast wird niemand mit Shorts oder Minirock eingelassen.

Nackt- oder Oben-ohne-Baden ist verpönt. Andererseits wird Ausländern vieles nachgesehen.

Da es auch in der Karibik des öfteren einmal regnen kann, gehören auch ein Schirm oder leichte Regenjacken ins Reisegepäck.


GESUNDHEIT

Impfungen sind zur Einreise in die Dominikanische Republik nicht Vorgeschrieben.

Jedoch ist es ratsam, sich vorbeugend gegen Hepatitis A/B, Typhus, Diphtherie, Polio und Tetanus impfen zu lassen. Schauen Sie in Ihren Impfausweis, ob sie gegebenenfalls einige dieser Impfungen auffrischen lassen müssen.

Eine Malariaprophylaxe empfiehlt sich nur, wenn Sie auch das Nachbarland Haiti besuchen wollen.

Alle Hotels arbeiten mit Ärzten, die Englisch und manchmal auch etwas Deutsch sprechen. Bei Klinikaufenthalten sollten die desolaten staatlichen Krankenhäuser gemieden und die wesentlich sauberer und technisch besser ausgestatteten Privatkliniken aufgesucht werden.

Die meisten gängigen Medikamente gibt es rezeptfrei in der “Farmacia”. Wichtige persönliche Medikamente sollten in ausreichender Menge, am besten im Handgepäck, mitgenommen werden.


ESSEN & TRINKEN

Die dominikanische Küche ist alles andere als raffiniert.

Dominikaner essen vor allem, um satt zu werden. Der wichtigste Eckpfeiler der nationalen Esskultur ist die “Bandera Dominikana”.

Jeder Dominikaner, reich oder arm, braucht um Punkt 12 Uhr mittags einen Riesenteller mit Reis und roten Bohnen, “Viveres”, Kochbananen, ein Hühnerbein und dazu Salat und Gemüse.

Leider ist es einfacher, chinesisch, japanisch, italienisch oder auch deutsch zu essen, als typisch dominikanisches Essen zu bekommen.

Das beste dominikanische Essen gibt es für wenig Geld in den “Comedores” überall im Lande. Ab 12 Uhr frisch auf den Tisch.

Unübersehbar ist das Angebot an Früchten und Fruchtsäften. Beliebt bei Trunkenbolden ist das Wasser einer Kokosnuss. Es hilft gegen den Kater und hebt auch noch die Potenz.

Den Kater verdankt man dem guten einheimischen Bier ( “Presidente” ) oder dem noch besseren Rum. Es gibt die drei großen B’s: Barcelo, Brugal und Bermudez. Je nach Gusto kann man weißen oder braunen Rum bevorzugen. Achtung vor Rumflaschen, auf denen die Zahl 151 erscheint. Das Zeug hat über 70%. Nur ganz Eilige sollten so etwas pur trinken, eigentlich kann man damit nur einen Rumtopf ansetzen oder seinen Tisch abbeizen.


SPORT & FREIZEIT

Zum Schnorcheln und Tauchen ist die Südküste zwischen Punta Cana und Cabo Rojo am besten geeignet. Das Wasser des karibischen Meeres ist etwas wärmer und hat weniger starken Wellengang als der Atlantische Ozean im Norden. Besonders gute Tauchgebiete liegen in der Region: La Romana, Bayahibe, Catalina, und Cabo Rojo.

Golf spielt man in Santo Domingo, Puerto Plata, Punta Cana und Juan Dolio, vor allem jedoch auf den drei weltberühmten Plätzen des Hotels Casa de Campo in La Romana. Tennisplätze gibt es in jeder mittleren Hotelanlage.

Baseball ist der Volkssport Nr.1. Fußball ist hier weitgehend unbekannt. An zweiter Stelle auf der Beliebtheitsskala steht der Hahnenkampf.

Wer wandern oder Mountainbike fahren möchte, muss sich ins Hochgebirge verziehen; so ab ca. 1000 m über dem Meeresspiegel werden die Temperaturen erträglich.


 Souveniers

Es gibt lastwagenweise Bilder aus Haiti und Muschelketten von den Philippinen.

Im Lande gefunden und verarbeitet wird Bernstein sowie der himmelblaue Halbedelstein Larimar, der weltweit nur in einer Mine bei Barahona gefunden wird.

Es gibt die besten Zigarren der Welt und guten Rum. Feilschen ist in der Karibik keine Schande, sondern wird sogar erwartet.

Vorsicht bei der Ausfuhr von z.B. Fechterschnecken, Tiegermuscheln oder anderen teils geschützten Tier- oder Pflanzenprodukten. Am besten informiert man sich vorher dazu auf den Seiten des deutschen Zolls.


TELEFONIEREN

Die zwei größten Anbieter in Sachen Telekommunikation in der Dominikanischen Republik sind Claro und Orange.

Roaming mit dem Mobiltelefon kann je nach Anbieter ziemlich kostspielig werden. Wer auf sein Mobiltelefon nicht verzichten will oder kann besorgt sich am besten eine Simkarte von eben Orange oder Claro. Diese Karten gibt es sowohl in deren Shops als auch in größeren Kaufhäusern wie z.B. „La Sirena“ gegen Vorlage des Reisepasses.

HINWEIS: Um eine dominikanische Simkarte benutzen zu können muss das Telefon tribandfähig sein!

Für Anrufe in die Dominikanische Republik gelten folgende Vorwahlen: +1-809, +1-829 und +1-849.

Will man von der Dominikanischen Republik ins Ausland telefonieren gelten diese Vorwahlen:

nach Deutschland 01149, nach Österreich 01143, in die Schweiz 01141.


MIETWAGEN, TAXI, BUS

Leihfahrzeuge sind aufgrund der hohen Importzölle für KFZ relativ teuer. Es gibt internationale ( Budget, Hertz, Thrifty ), nationale ( Nelly, National ) und auch lokale Leihwagenfirmen.

Die aktive Teilnahme am Straßenverkehr in der Dominikanischen Republik erfordert von Mitteleuropäern radikales Umdenken. Man fährt hier nicht unbedingt so, wie die Regeln es vorschreiben, sondern so, wie es gerade passt. Auch wenn z.B. die Ampel grün zeigt, sollten sie dennoch mit Fahrzeugen von links und rechts rechnen, weil vielleicht die Ampel nicht richtig funktioniert, weil der andere es eilig hat oder auch nur betrunken ist.

Typisch deutsche Rechthaberei im Verkehr ist völlig unangebracht, großen LKW lässt man lieber gleich die Vorfahrt und ebenso hübschen Verkehrsteilnehmerinnen.

Nächtliche Fahrten sollte man wenn möglich vermeiden, denn nicht alle Fahrzeuge sind auch beleuchtet; es laufen Fußgänger, Hunde, Esel etc. auf der Fahrbahn herum. Eine Straßenbeleuchtung gibt es praktisch nicht. Wenn man von der Polizei angehalten wird, schütteln sie erst einmal freundlich die Hand und erwarten ein kleines Trinkgeld, sozusagen Wegegeld.

Wer mutig genug ist sich ein Motorrad auszuleihen, sollte sich von viel befahrenen Strassen möglichst fernhalten.

Wer lieber andere fahren lässt, kommt per Bus problemlos in die entlegensten Winkel des Landes. Es gibt große Buslinien mit Klimaanlage, festen Sitzplätzen und Haltestellen ( Metro Tours, Caribe Tours ) und eine Vielzahl von Fahrer-Kooperativen, die praktisch jede Strecke im Lande bedienen – meist mit Bussen, “Guaguas”, die rappelvoll sind. Man sitzt zwar eng, die Musik ist ohrenbetäubend und es werden natürlich auch Bananenstauden und lebende Hühner transportiert, jedoch macht die natürliche Freundlichkeit und Aufgeschlossenheit der dominikanischen Mitreisenden solche kleinen Mängel mehr als wett. Sie lernen in einer halben Stunde mehr über das Land und seine Bewohner als beim monatelangen Liegen am Hotelpool.

Für Kurzstrecken und nächtliche Ausflüge gibt es Taxen. Den Preis sollte man vor Fahrtantritt festlegen. In den meisten Hotels hängen auch Preislisten aus.

In Ortschaften sind kleine Mokicks mit 50 oder 70 ccm Hubraum als Taxen tätig, das nennt man dann “Motoconcho”. Transportiert werden können wahlweise 5 Erwachsene, zwei mittelgroße Schweine und ein Fahrgast zum festhalten oder ein halbes Dutzend Säcke mit landwirtschaftlichen Produkten. Oft traut man seinen Augen kaum. Der Fahrpreis ist abhängig von der Tageszeit, er steigt beim Dunkelwerden und dann nochmals um Mitternacht.